Radsport Info

Alles rund um Profiradsport – Grand Tours, Klassiker und die besten Fahrer der Welt

Giro d'Italia, Tour de France und Vuelta a España 2015 Fazit

Ein sehr ereignisreiches Radsport-Jahr liegt zurück, vor allen für den Deutschen Radsport, der in diesem Jahr zeigen konnte, dass seine Radrennfahrer zu den Weltbesten zählen. So bilanzierte auch BDR-Sportdirektor Patrick Moster "Der deutsche Radsport hat sich von seiner besten Seite gezeigt und eindrucksvoll untermauert, dass er zur Weltspitze gehört". Generell hat sich auch die gesamte Situation des Radsports gebessert, in Anbetracht seiner Doping Vergangenheit und seinem schlechten Ruf deswegen. Nichts desto trotz gab es in diesem Jahr einen großen Skandal bei der Vuelta, bei dem zwei Fahrer vom Team Tinkoff Saxo mit Begleitmotorrädern kollidiert sind.

Contador am Berg
Contador am Anstieg beim Giro

Der erste Höhepunkt dieses Jahres war der Start des Giro d'Italias. Mit dabei unter den Favoriten auf den Gesamtsieg waren Fabio Aru, Richie Porte und Alberto Contador. Vorallendingen Alberto Contador hatte sich im vergangenen Jahr ein sehr hohes Ziel gesetzt, nämlich zwei Grands Tours zugewinnen. Nachdem Richie Porte im laufe der Etappen viele Zeitstrafen bekommen hatte, musste er schliesslich aufgegeben, somit kam es zu einem spannenden Duell um den Gesamtsieg zwischen Contador und Aru, den Contador letztendlich für sich entscheiden konnte und so seinem Ziel ein Stück näher kam.

Froome jubel
Chris Froome bei der ersten Bergankunft in den Pyrenäen

Die Tour de France, die wichtigste Landesrundfahrt im Jahr, startete mit einem Prolog Zeitfahren in Utrecht, welches der Zeitfahrer Denis Rohan vom Team BMC für sich entscheiden konnte. Es sah so aus, als würde es ein Kopf an Kopf Rennnen zwischen den vielen Favoriten werden, jedoch deklassierte der Brite Chris Froome vom Team Sky bei der ersten Pyränen Etappe seine Mitstreiter und sicherte sich somit das Gelbe Trikot. Das Team Sky und auch Froome kämpften hart um das Gelbe Trikot zuverteidigen, was auch gelang und den zweiten Tour de France Sieg für Froome bedeutete. Auch die deutschen Sprinter konnte viele Siege einfahren dazu zählten Tony Martin mit einem Sieg, Simon Geschke mit einem sehr emotionalen Etappensieg und Andre Greipel der das Sprinterfeld dominierte und schlussendlich vier Etappensiege einfahren konnte.

Aru jubel
Fabio Aru kämpft um das rote Trikot

Das letzte große Radsport Ereignis war die Vuelta a España, welche mit einem sehr umstrittenen Mannschaftszeitfahren an einer Strandpromenade losging. Da einige Fahrer deswegen Sicherheitsbedenken äusserten, entschied sich die Rennleitung die Etappe nicht zu werten. Die Favoritenkonstellation war fast die gleiche wie bei der Tour de France mit Ausnahme von Contador, dafür war aber Fabio Aru wieder dabei, der bereits beim Giro den zweiten Platz belegte. Top-Favorit Chris Froome schied bei der Königsetappe in Andorra wegen einem gebrochen Kahnbein aus. Danach übernahm der Belgier Tom Dumoulin die Gesamtwertung bis zur vorletzten Etappe wo schliesslich das Team Astana um Fabio Aru zeigten, wie man perfekt als Team zusammenarbeitet um zu gewinnen, so sicherte sich Fabio Aru den ersten Platz in der Gesamtwertung, den er bis zum Schluss in Madrid behielt. Der deutsche Sprinter John Degenkolb konnte nach seiner eher enttäuschenden Tour de France, endlich seinen ersten Sieg bei der letzten Etappe in Madrid einfahren.

Grand Départ Düsseldorf 2017
Grand Départ Düsseldorf 2017

Die Tour de France 2017 startet in Deutschland

Düsseldorf (dpa) - Düsseldorf ist als vierte deutsche Stadt Startort der Tour de France. Das Radsport-Spektakel wird im Juli 2017 zu Gast in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens sein.

Das entschieden die Organisatoren in Paris, nachdem sich der Düsseldorfer Stadtrat am 6. November mit knapper Mehrheit für eine Bewerbung ausgesprochen hatte. Zuvor waren Köln (1965), Frankfurt/Main (1980) und West-Berlin (1987) Startorte für das wichtigste Radrennen der Welt.

Der tourbegeisterte Düsseldorfer Bürgermeister Thomas Geisel (SPD), der sich mit Tour-Direktor Christian Prudhomme während der vergangenen Frankreich-Rundfahrt getroffen hatte, muss tief in die Tasche greifen. Die Gesamtkosten wurden auf über sechs Millionen für die Stadt beziffert.

Die Tour wird Freitag (Teampräsentation), Samstag (Auftakt) und Sonntag (Start 2. Etappe) in der Stadt sein.

UCI Weltrangliste

UCI führt Rad-Weltrangliste wieder ein

Aigle (dpa) - Der Radsport-Weltverband UCI führt im kommenden Jahr wieder eine alle relevanten Rennen umfassende Weltrangliste ein. Sie wird immer montags veröffentlicht und zum ersten Mal am 11. Januar 2016 erscheinen.

Vorbild ist das Ranking im Tennis. Für die neue Weltrangliste zählen nicht nur WorldTour-Resultate, sondern auch die Ergebnisse unterer Kategorien, Olympischer Spiele sowie internationaler und nationaler Meisterschaften, hieß es in einer UCI-Mitteilung. Die Weltranglistenpunkte der Fahrer gelten auch als Richtschnur für die Höhe der Gagen, die die Fahrer verlangen können.

Bürgermeister und A. Greipel

Oberbürgermeister Geisel: Tour-Start «große Chance» für Düsseldorf

Düsseldorf (dpa) - Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel hat den Start der Tour de France 2017 als große Chance für die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt bezeichnet.

Das «Stadtmarketing, die Sportstadt Düsseldorf und Düsseldorf als Fahrradstadt» würden davon profitieren, sagte der SPD-Politiker am Dienstag. Der Tour-Veranstalter ASO hatte Düsseldorf zuvor den Zuschlag als Startort für das Radsport-Großereignis in zwei Jahren gegeben.

«Wir planen ein umfangreiches Rahmenprogramm, bei dem Kulturveranstaltungen und Radsportevents für Jedermann geboten werden», sagte Geisel laut Mitteilung. Aber auch kritische Themen wie Doping im Leistungssport sollten offen angesprochen werden.

Mit Blick auf die Finanzierung des Starts des bekanntesten Radrennens der Welt zeigte sich Geisel zuversichtlich. «In den Vereinbarungen zwischen der Landeshauptstadt Düsseldorf und dem Tour-Veranstalter sind Regelungen vereinbart worden, die attraktive Grand Départ-Sponsoringpakete für die örtliche Wirtschaft ermöglichen.»